SY OpenToBe

bLog-Buch | TO-Stützpunkt in Kroatien | Segler seit 1969

27.6.26 – Ablegen nach dem Jugo

Der 26.7.26 war ein angesagter gefährlicher Jugo-Tag mit Gewittern auf See, den wir in der Marina Opatija gut abwettern konnten. Wir legen am 27.6. ab, um nach ca. 35 Seemeilen den Anker vor dem Belveder auf Rab fallen zu lassen. Wir mögen Kvarner und Kvarneric in der Hochsaison, weil einfach viel leerer als weiter südlich in Dalmatien. Hier werden wir ein paar Tage bleiben: Boat Office, Schwimmen, Relaxen, Brot backen, Wasser machen, bei Bedarf mit dem Tender einkaufen, bevor es weitergeht. Kroatien in der Saison: top abseits der Hotspots.

Carbon!

Auf dem Weg zum Schiff holen wir in Ljubljana (Slowenien) in einer top Manufaktur unsere neue Carbon Gangway ab. Nach dem Bruch der alten Alu-Gangway ist das Thema Aluminium für uns an der Stelle beendet.
Die neue von GS Composite ist die Hauptgangway und ergänzt die (ebenfalls neue) aus Holz, welche wir zwischendurch auch einsetzen werden. Die Leichtigkeit, Stabilität, Design und Service überzeugen. Zudem halten die Carbon-Gangways von GS Composite viele Jahre. Dies unsere neutrale Meinung als zahlende Kunden, die begeistert sind.

8.7.26 – von der Kijak nach Opatija

Wir nehmen den Anker auf und fahren unter Maschine ins gegenüber liegende Opatija, um an unserem Jahresliegeplatz in der ACI Marina festzumachen. Der erste Weg führt uns ins nahe Lucica, um dort Oslic (Seehecht) oder Calamari zu essen. Das Restaurant Lucica besuchen wir regelmäßig – Preis, Leistung und die Atmosphäre sind sehr gut! https://www.facebook.com/LucicaIcici/
Zudem haben wir eine neue Gangway in Slowenien bestellt. Die in Krk erworbene Holzgangway wird wie geplant die „Zweit-Gangway“. So haben wir das viele Jahre praktiziert und hat sich in Kroatien bewährt, nicht nur als Backup, sondern auch situativ.

7.7.26 – von der Punat in die Kijac

Wir nehmen früh den Anker auf, um auf der Nordseite der Insel Krk in der Kijac / Njivice vor Anker zu gehen. Der Anker liegt sehr gut, auf das Tendern in die vollen Beachbars verzichten wir, zumal dort nur Getränke angeboten werden. Es gibt selbst gebackenes Brot und Salat an Bord. Ein schöner Abschluss, bevor es am Folgetag wieder nach Opatija gehen soll.

5.7.26 – vom Belveder in die Punat

Nach den auf Rab rechtzeitig festgestellten Rissen / Brüchen unserer Alu-Gangway machen wir uns auf den Weg in die Punat. Wir haben mit dem https://www.nautical-center.com/ auf Krk (Omisalj) den Kauf einer guten Holzgangway vereinbart. Diese soll uns am Montag (6.7.) zum Ankerplatz geliefert werden. Das ist ein toller Service und überhaupt ein klasse Shop, in dem wir schon einiges erworben haben. Der Anker fällt in der Punat-Bucht. Wir essen im „Monna“, wo der Octopus zu empfehlen ist.

4.7.26 – von der ACI zum Belveder

Nach einigen Tagen mit Bora und Tramontana, böig und wechselhaft legen wir nun in der Marina ab, um vor dem Belveder vor Anker zu gehen. Vorher müssen wir noch beim Ablegen des Nachbarbootes helfen bzw. eingreifen, da das grundsätzliche Manöver des Ablegens mit Muringleinen offenbar unbekannt ist. Es wird einfach irgendwie ohne Eindampfen in die Achterleinen abgelegt. Und so mussten wir das Drücken an der Reling verhindern und Fenderarbeit leisten.

Richtig ablegen geht so und ist auch Prüfungsmanöver bei guten Ausbilungen wie SSS:
1. Achterleinen auf Slip und vorbereiten.
2. Vorwärtsgang einlegen und Gas geben – bei viel Wind von vorne oder Seitenwind mehr Gas, sonst weniger, so dass das Schiff die Muringleinen nicht mehr benötigt: Beide Muringleinen los, denn das Schiff liegt nun auch bei Seitenwind stabil in den Achterleinen.
3. Die Achterleinen (auf Slip) durch die Hand langsam fieren, das Schiff fährt stabil lamgsam nach vorne – dabei rein über die Leinen steuern, ob etwas mehr nach Steuerbord oder Backbord. Wenn in Luv kein Schiff ist, kann man die Luvleine halten und die Leeleine mehr fieren, um es sogar zu drehen. Ansonsten einfach gerade raussteuern.
4. Am Ende Achterleinen los und an Bord holen. Das geht mit den Festmachern, die an Bord sind, man muss nur zügig und ohne Hektik einholen. Wenn man es optimieren möchte, empfehlen wir die (gelben, s. Foto) Tiptotwelve-Schwimmleinen, die m.E. besten schwimmenden Festmacher.




1.7.26 – von Ilovik in die ACI Supetarska

Am 30.6. bleiben wir noch in Ilovik. Morgens besucht uns ein Delphin. Dass ein solcher alleine unterwegs ist, kann unterschiedliche Gründe haben, da diese normalerweise in Schulen leben / schwimmen / jagen. Morgens taucht ein einzelner Delphin jedoch im flachen Wasser des Bojenfelds an den Schiffen auf und ist auch sehr nahe an der OpenToBe, ist doch eher ungewöhnlich und könnte auf Probleme hindeuten. Zwar war die Kamera etwas spät zur Hand, aber anschließend setze ich eine Meldung online an das Institut in Veli Losinj ab: https://www.blue-world.org/
Für den Abend des 1.7.26 ist ein NW mit bis zu 45 Knoten prognostiziert, der später in der Nacht nach NE / Bora gehen soll. Da ein NW-Wind in der Altstadt von Mali Losinj sehr starken Schwell aufbaut, entscheiden wir uns für die Insel Rab und buchen online die ACI Marina Supetarska Draga. Bei Bora liegt man dort seht gut und sicher. Zudem planen wir kleine Ausfahrten mit dem Schlauchboot. Da es unter 2,50m lang ist, dürfen wir in Kroatien damit frei und unbegrenzt fahren und unterliegen nicht der Regel „Tendern max. 500m von der Yacht entfernt“. Wir haben es eigenständig versichert bei Pantaenius, um auch hier den Tenderbezug nicht als Limit zu haben.
Tipp: Das Restaurant in der Marina neben der Rezeption ist top! Gegenüber ist zudem das sehr gute Beleveder („Stiegenwirt“) mit dem Tender zu erreichen.

29.6.26 – von Cres nach Ilovik

Ilovik ist unser Ziel – ein strategisch gut gelegener Ort mit einem sehr guten Bojenfeld, bewährter Gastronomie und sauberem Wasser trotz vieler Yachten, weil stets Strömung. Wir suchen uns eine Boje und treffen eine weitere Trans Ocean-Yacht.
Wir legen uns regelmäßig an die Tender-Mole des Restaurants Amico, das sehr gute Speisen direkt am Wasser bietet.

28.6.26 – von Glavotok ans Südkap Cres

Wir nehmen früh den Anker auf, um das Südkap Cres bald zu erreichen. Die rund 30 Seemeilen lassen wir im Kielwasser und ankern wegen des Südwinds in einer nach Norden offenen Bucht – wohl wissend, dass in der zweiten Nachthälfte über Krk eine leichte Bora einsetzt. Wir haben am nächsten Morgen daher etwas Dünung, ist aber erträglich. Am Südkap folgt ein kleines Einfahrprogramm des Außenborders, das für die ersten 10 Stunden ein stufenweises Vorgehen bei der Drehzahl vorgibt. Er macht jetzt schon Freude und ist sehr leise für einen Verbrenner. Elektro ist für uns noch keine Option, da bei den kleinen Motoren die Reichweite sehr limitiert ist und wir ein echtes Einsatzboot haben möchten, das nicht nur vom Ankerplatz bis zur Konoba reicht.

27.6.26 – von Opatija nach Glavotok

Der neue Suzuki 2,5 PS Außenborder ist an Bord. Wir füllen Motoröl und Benzin ein, um ihn nach Einfahrprotokoll auf diesem Törn in Betrieb zu nehmen. Den alten Honda haben wir nach 11 Jahren nachhaltig in gute kroatische Hände verkauft. Nach einigen weiteren Arbeiten wie Anschluss des WiFi-Moduls an das neue Standard Horizon UKW-Sprechfunkgerät zur Nutzung des Handteils und Klarschiff legen wir am Nachmittag ab, können schön segeln, so dass der Anker in einer Bucht nahe dem Kloster Glavotok auf der Insel Krk fallen kann.